|
|
Mit freundlicher Genehmigung der Autoren :
2009
2008
2007
2006 - 2001
|
|
Von (ja) |
30.05.2009
| Netzcode: 1850797
Weiden
Konsequent sympathisch
Helga Brunner managt nicht nur Verkauf von Spargel und Erdbeeren
"Erfolgreiche Unternehmerin kann ich nur sein, wenn die ganze Familie
hinter mir steht, das gegenseitige Vertrauen vorhanden ist, und sie
meine Ideen bis zur Verwirklichung mitträgt." Helga Brunner vom
Spargelhof Brunner in Neubau weiß um ihre Stärken, kann sie auch
unbegrenzt einsetzen und nutzt sie zum Wohle der Familie und des
Betriebes.
Die gelernte Fachgehilfin im Gastgewerbe und
Hauswirtschaftsmeisterin beweist ihre besondere Stärke im Umgang mit
Menschen. Durch ihre starke Persönlichkeit und Offenheit erzielt sie
eine große Außenwirkung. Das schlug sich in den letzten 20 Jahren in der
wachsenden Zahl der Stammkunden nieder, die ihren Spargel oder die
Erdbeeren kaufen wollten.
Sie weiß um ihre Führungsqualitäten,
da sie entschlussfreudig und konsequent in der Verfolgung ihrer Ziele
ist. Die Chefin bespricht sich in allen wesentlichen Dingen mit ihrem
Mann Reinhard. Auch ihre drei Kinder Christina, Michael und Johannes
werden mit einbezogen.
Der Verkauf der Produkte liegt ganz in
den Händen von Helga Brunner, da sie eine überzeugende Ausstrahlung auf
Menschen hat. "Das macht sie besser als ich", weiß der Ehemann.
Als gute Chefin kommt ihr die Konsequenz und das Einfühlungsvermögen
zugute, das sie auch gegenüber Tieren an den Tag legt. Haus und Hof
tragen überall sichtbar die Handschrift von Helga Brunner, sie legt aber
größten Wert auf die gemeinsam gelebte Partnerschaft. Jede
"Familienmanagerin" braucht nur eines zu beherzigen, um auch dort
erfolgreich zu sein: "Prioritäten setzen und Vorhaben konsequent zu Ende
bringen - das gilt auch für die Kindererziehung - mit einem starken
Partner an der Seite".
Klavierspiel, Singen, Lesen und Reisen
bieten der Chefin die gewünschte Entspannung. Insgesamt sind die
Brunners eine intakte Familie mit Raum für eine starke Frau.
|
|
|
Von (ja) |
27.05.2009
| Netzcode: 1846669
Weiden
2500 Geburtstagsgäste
Spargelhof Brunner feiert 20-Jähriges ganz groß
Beste Bedingungen für eine gelungene Geburtstagsfeier: Beim Fest zum
20-jährigen Bestehen des Spargelhofs in Neubau strahlte die Sonne - und
2500 Gäste statteten Helga und Reinhold Brunner sowie ihren Kindern,
Christina Michael und Johannes einen Besuch ab.
Am Morgen hatte
das Fest mit einem evangelischen Gottesdienst begonnen, in dessen
Predigt Pfarrer Dr. Volker Wappmann beiden Konfessionen die Leviten las.
Denn sie betrieben die Ökumene nur halbherzig. Es spielte der
evangelische Posaunenchor Neunkirchen unter der Leitung von Karl
Bäumler. Hausherr Brunner hieß die Gäste willkommen und ließ die noch
junge Geschichte des Hofes und Spargelanbaus Revue passieren. Dem
anwesenden großen Stammkundenkreis dankte er für die jahrelange Treue.
Seine Spargelstecher aus der Hohen Tatra, die seit zehn Jahren
mitmischen, zeichnete Brunner mit Ehrenurkunde, dem Goldenen Stechmesser
und einem Riesenpräsentkorb aus. Bei einem Rundgang kamen die Gäste
unter anderem an Ständen der Jungbauernschaft, des Rings junger
Landfrauen und des Bunds Deutscher Milchviehhalter vorbei. Danach konnte
man im schattigen Hof der spritzigen Musik der "Stonewood String Band"
lauschen, Brotzeit im Hofladen Wittmann oder beim Fischereiverein mit
frisch gegrillten Forellen machen. Auch BBV-Kreisobmann Erich Schieder
und Kreisbäuerin Christa Kick genossen die Atmosphäre.
|
|
Von (ja) |
22.05.2009
| Netzcode: 1839097
Weiden
Edelgemüse etabliert
Spargelhof Brunner feiert am Sonntag 20-Jähriges - Großes Hoffest
Der Spargelhof Brunner in Neubau feiert heuer seinen 20. Geburtstag.
Das Jubiläum feiert der Familienbetrieb am Sonntag, 24. Mai, von 10 bis
18 Uhr mit einem großen Hoffest. Mitte der 80er Jahre hat Reinhard
Brunner den Hof übernommen und sich mit dem Spargelanbau in der Region
einen hervorragenden Ruf erworben.
Daran wesentlich beteiligt
war seine Frau Helga, die sich als ideale Unternehmerin erwies. Auf der
Technikerschule im fränkischen Triesdorf nahm Reinhard Brunner nicht nur
sein Diplom als staatlich geprüfter Techniker der Landwirtschaft
entgegen, sondern er brachte von dort auch die Idee des Spargelanbaus
mit nach Hause.
So begann er 1987 mit rund 800 Pflanzen, die
1989 den ersten Verkauf ermöglichten. "Inzwischen haben wir 20 Jahre
Erfahrung mit dem Spargelanbau in der mittleren Oberpfalz gesammelt.
Seit 1995 wurden sechs Praktikanten und sieben Lehrlinge der
Landwirtschaft ausgebildet", so Reinhard Brunner.
40 000 Pflanzen
Inzwischen ist der
Spargelanbau um das 50-fache angewachsen, was bedeutet, dass
mittlerweile mehr als 40 000 Pflanzen auf rund drei Hektar Ackerfläche
angebaut werden. Die Kunden sind Privatleute sowie Gaststätten aus
Weiden und der gesamten nördlichen Oberpfalz.
Vor rund vier Jahren erweiterte Familie Brunner mit dem Anbau von
Erdbeeren das Sortiment. Das beliebte Obst wächst auf rund 300
Quadratmetern in drei Meter hohen Folientunneln. Die Erdbeeren sind
ungespritzt und verfügbar, bevor die Freilandvermarktung beginnt.
Der
Spargelhof Brunner ist ein Familienbetrieb. Während der Saison
beschäftigt die Familie fünf Mitarbeiter.
|
|
Von (duf) |
17.04.2009
| Netzcode: 1794426
Weiden
Helga, der Spargel wächst!
Gemächlich wollte Helga Brunner nach Ostern mit dem
Spargelstechen beginnen. Doch schon am Ostermontag war auf dem
Spargelhof Brunner in Neubau klar: "Wir müssen raus aufs Feld." Gelockt
von den sommerlichen Temperaturen schießt der Spargel förmlich aus dem
Boden. "Wir ernten jetzt schon die Mengen, die sonst im Mai anfallen."
Sogar
die schwarz-weiße Thermo-Folie ist schon auf die weiße, kühlere Seite
gedreht. "Mit der schwarzen Seite nach oben wäre es drunter so warm,
dass wir gekochte Spitzen hätten." Und kochen wollen Spargelfreunde das
Stangengemüse natürlich lieber im Topf. Helga Brunner isst es dann
übrigens am liebsten als Salat, über Nacht gut durchgezogen.
|
|
|
Von (vv) |
30.04.2008
| Netzcode: 1363326
Weiden
Hochsaison für Spargel
Derzeit wird wieder gestochen. Allergiker müssen sich deshalb
aber keine Sorgen machen. Denn es handelt sich nicht etwa um Bienen
oder Mücken, sondern leckeren Spargel. Liebhaber des weißen Gemüses
können seit gut einer Woche wieder auf heimische Produkte
zurückgreifen. Der Preis blieb stabil.
Etwa
eine Woche später als im vergangenen Jahr ging es beim Spargelhof
Brunner in Neubau auf dem zwei Hektar großen Feld los. Warum so spät?
Zwar war der Winter mild, aber auch sehr nass, berichtet Helga Brunner.
"Uns haben einfach mal drei warme, sonnige Tage am Stück gefehlt." Die
gab's nun von Samstag bis Montag. Daher sind auch die grünen Stangen
bald so weit: Schon am kommenden Samstag könnte es auch grünen Spargel
zu kaufen geben.
Hochsaison ist noch bis 20. Juni. Nach
Johanni (24. Juni) ist auf dem einzigen Spargelhof in der
Max-Reger-Stadt Schluss. Denn: "Wir wollen unsere Pflanzen weiterhin
erhalten."
|
|
|
05.06.2007 | Netzcode: 11022158
Fest der Landwirtschaft: Rund 5000 Besucher beim Tag des offenen Hofes bei Reinhard Brunner in Neubau
Weiden. (ja)
Wieder ein Erfolg für die Landwirtschaft: Gut 5000 Besucher
informierten sich beim Tag des offenen Hofes auf dem knapp drei Hektar
großen Areal des Spargelhofes von Helga und Reinhard Brunner in Neubau.
Die Brunners, viele Selbstvermarkter und landwirtschaftliche
Organisationen nutzten die Chance, sich der Land- und vor allem der
Stadtbevölkerung vorzustellen.
Die Bauern wissen um Bedeutung
von Gottes Segen für Hof, Stall und Feld. Der Tag begann daher mit
einem evangelischen Gottesdienst, den Pfarrer Hans-Peter
Pauckstadt-Künkler und Christian Speiser (Luhe-Wildenau), musikalisch
gestaltet vom Posaunenchor Etzenricht/Rothenstadt (Leitung Fritz
Wieder), mit den ersten 400 Besuchern feierten.
Klein- und Großgeräte
Besonders
den kleinen Gästen hatte es die Silhouette einer Papp-Kuh am Stand der
Landwirtschaftschule angetan. Dort trafen die vielen Besucher auch auf
Amtsleiter Karl-Heinz Förster, der mit Kreisbäuerin Christa Kick und
den Eheleuten Brunner zu den gefragten Ansprechpartnern zählte.
BBV-Kreisobmann Erich Schieder zeigte sich mit Geschäftsführer Hans
Winter überall. Petra Hager von der landwirtschaftlichen
Berufsgenossenschaft erläuterte das Thema Sicherheit in der Land- und
Forstwirtschaft. SPD-Fraktionschef Jens Meyer faszinierte die Vielfalt
der großen Land- und Forstmaschinen, aber auch der Kleingeräte. Dort
suchte er offenbar einen Rasenmäher. Der Maschinenpark stammte von
Alfred Böckl aus Erbendorf.
Werner Reinl vom Ring junger
Landwirte war ebenso in Gespräche vertieft wie Petra Irlbacher,
Vorsitzende des Rings junger Landfrauen. Sie sprachen über ihre
Qualitäts-Produkte, über Strukturen, die Arbeit der Bauersfrau und die
Bewältigung der Aufgaben als Mutter, Ehefrau und Bäuerin. Bürokratie
und ständige Neuerungen würden zu lebenslangem Lernen und zur
Weiterbildung zwingen. Daneben animierten sie die Gäste zur Teilnahme
an Gewinnspielen und boten Überraschungen für die Kinder, wie
Erbsenschlagen oder Nägeleinklopfen, an.
Die Führungen von
Reinhard Brunners auf die Spargel- und Erdbeerfelder zogen viele
Besucher in ihren Bann. Direktvermarkter aus dem Landkreis boten Likör,
Marmelade, Wurst, Nudeln und Käse an. Dorfhelferinnen stellten ihre
Arbeit auf Höfen vor, auf denen Bauer oder Bäuerin ausfallen. Bartl
Bodensteiner, Vorsitzender des Maschinenrings, machte mit
Geschäftsführer Jürgen Scholz die Stärke seiner Organisation deutlich.
Auch der Bund deutscher Milchbauern war vertreten, sogar in der Nähe
des Bauernverbandes: Der Gedankenaustausch blieb meist sachlich.
Der
Tag des offenen Hofes jedenfalls war ein riesiges Fest. Zugleich warb
der Berufsstand, der um seine Existenz fürchtet, um Verständnis für
seine Sorgen und Nöte. (Seite 19)
|
|
04.06.2007 | Netzcode: 11021562
Buntes Rahmenprogramm zum Tag des offenen Hofs
Das Rahmenprogramm zum Tag des offenen Hofes in Neubau war
maßgeschneidert - für Groß und Klein. Für die Kinder gab es eine
Hüpfburg aus Strohballen, auf der sich den ganzen Tag über Buben und
Mädchen tummelten. Spiele an verschiedenen Stationen sorgten für
Kurzweil. Ab 12 Uhr spielte für vier Stunden die Band "Lower Market"
mit Sängerin Kathrin Meyer.
Natürlich sorgten die
Veranstalter auf den Brunner-Hof nicht nur für Infos, sondern auch für
reichlich Kost: Der Fischereiverein bot seine Schmankerln an. Der Ring
junger Landwirte offerierte Steaks und Bratwürste. Der evangelische
Freundeskreis Neunkirchen hatte Rollbraten vom Grill im Angebot, die
Dorfhelferinnen reichten Kartoffelsuppe. Der Ring junger Landfrauen
hatte ein Kuchenbüfett sowie eine Kaffeebar aufgebaut, die zum Renner
wurden. Käsebrezen und Milchshakes fanden ihre Liebhaber.
Zum
Ausklang setzte der Weidener Volksliederchor Akzente. Geschafft, aber
glücklich zogen Helga und Reinhard Brunner, die Eigentümer des
Spargelhofes, eine positive Bilanz.
|
|
12.04.2007 | Netzcode: 10996558
Weiden. (ps)
Jetzt geht's looos! Seit
Dienstag hat das Ehepaar Brunner in Neubau mit der Spargelernte
begonnen. "Zehn Tage früher als sonst", erklärt Helga Brunner. Die
milde Witterung macht's möglich. Das Landwirtsehepaar verwendet zwar
keine Heizschlangen, wie in Niederbayern teilweise üblich. "Wir
arbeiten noch mit der sanften Methode." Sprich: schwarz-weiße
Thermofolie. Derzeit zeigt die schwarze Seite nach oben.
"Erst
wenn's heißer wird, im Mai, drehen wir die weiße Seite nach oben, damit
die Sonneneinstrahlung nicht zu stark wird. Sonst kocht der Spargel
schon im Boden", scherzt die Fachfrau. Und das soll er schließlich erst
in den Kochtöpfen der Verbraucher. "Wenn's weiterhin schön warm bleibt,
sodass der Spargel schnell wächst, passt auch die Qualität." Übrigens:
8,50 Euro kostet das Kilo aktuell. In der Hochsaison wird der Preis
noch etwas zurückgehen. Helga Brunner hält übrigens gleich die
passenden Spargel-Rezepte bereit. "Alle erprobt, zum Teil auch von
unseren Kunden."
|
|
15.06.2006 | Netzcode: 10889074
Trotz späten Starts: Spargelsaison wird nicht verlängert
Weiden. (eik)
Andernorts denken die
Landwirte darüber nach, wegen des späten Starts heuer die Spargelsaison
zu verlängern. Für Weidens einzigen Spargelbauern Reinhard Brunner
kommt das nicht in Frage: "Damit nehme ich dem Spargel die Chance, sich
zu regenerieren."
Der Landwirt aus Neubau bleibt beim
klassischen Termin: Bis "Johanni" wird bei ihm Spargel gestochen, ohne
Verlängerung. "Die Uhr der Natur tickt, die kann ich nicht
zurückdrehen". Dabei musste sich heuer auch Brunner gedulden mit der
Ernte, die sonst zwischen 5. und 10. Mai beginnt. Diesmal konnten der
Landwirt und seine Helfer erst am 20. Mai loslegen, "weil's so kalt
war". "Der Spargel hält sich nicht ans Kalenderdatum", erklärt Brunner,
"der braucht 12 Grad am Stock". Beliebig verlängern lasse sich diese
Wachstumszeit aber nicht, denn die Pflanze orientiere sich an der Länge
der Tage, die ab Johanni wieder abnehme - ein Signal für den Spargel,
dass seine Zeit vorbei ist.
Trotz der Wetterkapriolen dieses
Frühjahrs ist Brunner "zufrieden" mit der diesjährigen Ernte, obwohl
sie "etwas unter dem Schnitt" liegen wird. Die Saison begann spät,
dafür kam der Spargel dann aber "sehr schön". Ziemlich zu schaffen
machten ihm die Kälte und der "große Regen" vor und nach Pfingsten -
"das hat schon weh getan". Doch das sei die Natur, meint Brunner
lakonisch, "die "kennt kein Normaljahr". Größere Einbußen hatte Brunner
nur beim grünen Spargel: für ihn war es einfach zu kalt, da er ohne
wärmende Folien wachsen muss.
|
|
21.04.2006 | Netzcode: 10868438
Zehn Tage Verzug: Am Montag startet Saison in Neubau
Weiden. (ps)
Der Spargelgenuss aus
heimischen Landen lässt noch etwas auf sich warten. Doch spätestens am
Montag will Reinhard Brunner losstechen. Bis dahin dürften die leckeren
Stangen die 14 Zentimeter geschafft haben, die bisher noch fehlen,
damit sie aus der Erde spitzen, schätzt der Fachmann aus Neubau.
Verglichen
mit 2005 ist das Feinschmeckergemüse etwa zehn Tage in Verzug. Kein
Wunder, bei den Kältegraden der vergangenen Wochen. Dafür erhofft sich
der 43-Jährige nun für die nächsten Wochen eine Ernte ohne
Komplikationen. "Letztes Jahr hat's Ende April eine ganze
Tagesproduktion weggefroren", erinnert sich Reinhard Brunner. "Das habe
ich in 15 Jahren nur einmal erlebt. Ich denke nicht, dass das heuer
wieder passiert. Die Natur hat einiges aufzuholen."
Unterstützt
wird das Ehepaar Helga und Reinhard Brunner von vier Erntehelfern aus
der Slowakei, die teilweise schon seit fünf Jahren zur Spargelsaison
nach Neubau kommen. Immerhin: Mit etwa vier Tonnen Ernte rechnet der
Landwirt. Das geht ganz schön ins Kreuz. "Der Preis bleibt stabil",
verspricht er: Acht Euro für ein Kilo der Stärkeklasse eins in den
Anfangswochen, dann 7,50 Euro. In Stärkeklasse zwei kommt das Kilo auf
6,50 Euro.
|
|
|
20.05.2005 | Netzcode: 10718060
Köstlichkeiten
im Kistl
Zwölf
Direktvermarkter aus Region steuern Schmankerln bei
Weiden. (rg) Alles frisch, alles aus der
Region: Spargel, Schinken, Schafsalami, Mirabellenmarmelade,
Rapsöl und Kräuterlikör. Einige der
Köstlichkeiten, mit denen zwölf Direktvermarkter aus
der Stadt Weiden und dem Landkreis Neustadt/WN das "Schmankerlkistl"
füllen. Vor fünf Jahren initiierte Hildegard
Hässler vom Landwirtschaftsamt dieses kulinarische
Geschenk-Paket, das sich Kunden nach eigenem Geschmack zusammenstellen
können.
Eine Neuerung stellten die beteiligten Erna Kick und Helga Brunner
sowie Christina Wilhelm auf dem Spargelhof Brunner vor: Das "Kistl"
gibt's jetzt auch in kleinerer Form für 15 Euro - neben den
gewohnten Größen für 35, 45 und 60 Euro.
Ein Anreiz vor allem für Firmen, die Präsente etwa
zur Jubilarehrung brauchen, wie Helga Brunner meint.
Sie verweist auf einen guten Zweck: Mit dem Kauf unterstützen
die Kunden auch die "Regenbogenwerkstatt" des HPZ Irchenrieth, in der
die Kisten in Handarbeit gefertigt werden. Bei Erna Kick in Weiden
(0961/32661), Resi Ott in Trabitz (09644/8659) und Edeltraut Schmidt in
Braunetsrieth (09651/917677) können die "Schmankerlkistln" -
mit Inhalt nach Wunsch - geordert werden. Alle Zutaten sind auf diesen
Höfen frisch vorrätig.
|
|
04.05.2005 | Netzcode: 10712081
Nur für harte Kerle gibt's hier was zu ernten
Knochenjob auf den Spargelfeldern in Neubau - Reinhard Brunner: Ohne slowakische Helfer "wäre ich aufgeschmissen"
Weiden. Der Selbstversuch scheitert kläglich. Also, wie nochmal? Ein bisschen Erde rund um den Spargelkopf wegbuddeln, auf dass die linke Hand den Stängel packen kann. Die rechte umklammert das Messer, das sich nun auf gefühlte 20 Zentimter in den Boden bohren soll. Bis es auf die Pflanze stößt. Moment ... spüren wir da nicht schon einen Widerstand?
Wir rammen das Eisen rein. Und offenbar vorbei. Denn als wir die vermeintlich lose Spargelstange mit einem souveränen Ruck aus dem Boden ziehen wollen, reißen wir ihr den Kopf ab. Unser Redakteur, der große Spargelstecher - selten so gelacht! Genauer: Reinhard Brunner lacht. Der Redakteur ist fast so geknickt wie die Stange.
Keine einfache Arbeit
"Spargelstechen ist halt keine einfache Arbeit", stellt der Landwirt fest. Er meint damit nicht nur dieses In-die-Erde-Bohren im Blindflug, "das Gefühl für die Pflanze", das sich durch den Arbeitshandschuh hindurch entwickeln müsse. Er meint damit auch die Anstrengung, drei Stunden am Stück in gebückter Haltung über den Acker zu wandern. Eine Strecke von zusammengezählt fünf Kilometern. Und das zweimal pro Tag. Brunner meint den allabendlichen Muskelkater, die ständigen Rückenschmerzen während der Erntezeit zwischen Mitte April und Ende Juni. Wie ging es Franz Stasko gestern Abend? Der Erntehelfer lächelt gequält: "Fragen Sie lieber nicht."
Dabei ist der 36-Jährige harte Jobs gewohnt. Das knappe Shirt spannt sich über den muskulösen Oberkörper. In der Slowakei verdient Franz sein Geld als Bauarbeiter. Deutlich weniger natürlich, als ihm der Einsatz auf Brunners Spargelfeldern in Neubau einbringt. Sechs Euro pro Stunde bekommt er hier - für ihn "gutes Geld". Und eine gute Investition für Reinhard Brunner, der seit sechs Jahren auf die Dienste des Slowaken schwört. Franz hat mal mitgezählt: In einer Stunde befördert er bis zu 600 Stangen ans Tageslicht. Der Landsmann, der für das Wegschaffen der vollen Körbe und das Auf- und Zudecken der Plastikplanen zuständig ist, hat an dieser Mordsleistung schwer zu tragen.
Insgesamt fünf Slowaken heuerte Weidens einziger Spargelbauer für die Ernte 2005 an. Sie kommen zeitlich versetzt, denn jeweils nach 50 Tagen erlischt die Arbeitserlaubnis. Auf Brunners Hof haben sie freie Kost und Logie, sind "absolut ins Familienleben integriert", wie der 42-Jährige berichtet. Früh, mittags und abends sitzen sie mit Reinhard und Helga Brunner und den Kindern am Tisch. Für den Chef sind die Slowaken unersetzliche Helfer - letzteres sagt der Landwirt in Richtung jener Politiker, die künftig mehr deutsche Arbeitslose aufs Feld beordern wollen. Brunner hat da so seine Erfahrungen ...
"Ich brauche zehn Tage, bis ich einen Neuen so weit angelernt habe, dass er vernünftige Arbeit abliefert", berichtet er. So lange aber hielt noch kein Deutscher durch. Im letzten Jahr warf eine von der Arbeitsagentur vermittelte ABM-Kraft, "Ende 40", nach sieben Tagen das Handtuch. Ein junger deutscher Arbeitsloser war bereits fest eingeplant für die Helfertruppe - und sagte einen Tag vor dem Einsatz ab. Erst am Donnerstagmorgen übte sich ein weiterer Jobsuchender in der Knochenarbeit. Um dann festzustellen: "Das ist nichts für mich."
Feldarbeit im Urlaub
Freitag, 8 Uhr. Ein klarer Morgen. Die Luft ist kalt, doch Jan Schwarz steht der Schweiß auf der Stirn. Zwei Stunden Bücken und Stechen hat er hinter sich gebracht, eine weitere liegt vor ihm. Und am Abend die nächste Drei-Stunden-Schicht. Schon jetzt "tut mir alles weh", bekennt der deutschstämmige 55-Jährige. In der Slowakei ist er Elektromechaniker bei der Bahn. "Da arbeitet man mehr mit dem Kopf." Für die Spargelernte, zu der er über Kontakte zu seiner Pirker Verwandtschaft kam, nimmt er freie Tage. "Urlaub auf dem Bauernhof" mal anders. Ein Übermaß an Erholung ist hier nicht gerade geboten.
"Ich habe nichts dagegen, auch mal deutsche Arbeitslose zu beschäftigen", merkt der Chef an. "Wenn ich mein Produkt in der Region verkaufen will, muss ich auch was für die Region tun. Aber ganz ohne die Slowaken wäre ich absolut aufgeschmissen." An diesem Morgen (ver-)suchen noch andere Helfer ihr Glück in 20 Zentimetern Tiefe: junge Landwirtschaftsschüler, die zum Praktikum antreten. Dem ungeschickten Redakteur zum Trost. Ein zaghafter Stich, ein beherzter Ruck - und der Schüler beendet seinen ersten Versuch, indem er das kümmerliche Ende einer abgebrochenen Spargelstange in der Hand hält. Reinhard Brunner demonstriert nochmals, wie's geht. Es geht zack-zack bei ihm. "Seht ihr? Ist doch ganz einfach!" Selten so gelacht.
|
|
28.05.2004 | Netzcode:
10562560
Besuch beim
Spargelbauern: Probleme mit dem rauen Klima
Der
Sonnenaufgang hinter dem Fischerberg kündigt sich mit roten
Streifen am Horizont an. Der Himmel verspricht schon jetzt kaum
Schatten. Feiner Nebel hängt über den weiten Naabauen
bei Neubau vor den Toren Weidens. Kurz vor sechs Uhr früh sind
nur die Vögel wach - und die Spargelstecher.
 |
| Spargelernte ist Knochenarbeit: Wer schlechte Knie hat, braucht damit erst gar nicht anzufangen. (Bild: Gerhard Götz) |
Sie ernten in den kommenden zwei Stunden in mühsamer
Handarbeit den "weißen König", eine beliebte und vor
allem gesunde Speise. Spargel in der Oberpfalz, das hat es nicht immer
gegeben.
Mit schweren Schritten messen die Frauen und Männer die
wadenhohen, akkurat aufgehäuften Erdwälle, in denen
der Spargel wächst, ab. Die Fachleute unter den
Spargelstechern erahnen bereits die Spitze, noch bevor sie die letzten
Millimeter Erde durchbricht.
Sie beugen sich tief zu jedem Riss, zu jeder Erhebung im
plattgestrichenen Sand. In Gummihandschuhen, mit Zeige- und
Mittelfinger durchwühlen sie die Erde um den erhofften
weißen Spross herum. Die eine Hand schaufelt eine
Höhle aus, die andere schützt die kostbare Spitze.
Ein rascher Stich. Die Spargelstange wandert in den Korb. Das Loch wird
zugeschoben und schon streift der Blick die nächsten
Zentimeter ab.
 |
| Helga Brunner: 'In der Oberpfalz fehlt guter Boden für die Spargelzucht'. (Bild: Federl) |
Helga und Reinhard Brunner aus Neubau bewirtschaften seit 13 Jahren
ihren Spargelhof. "Wir haben damit angefangen, um uns noch ein
zusätzliches Standbein in der Landwirtschaft zu sichern." Auf
ihrem Hof betreiben sie außerdem noch eine
Mastschweinehaltung und Ackerbau. "Heimischer Spargel ist beliebt",
betont auch Helmut Pöllath, eine früherer Weidner
Feinkosthändler, der über viele Jahre das
Delikatessengeschäft Sußbauer am Oberen Tor leitete
und den damals noch nicht so bekannten Spargel aus allen Gebieten
Deutschlands anbot.
Das größte bayerische Anbaugebiet ist zwar immer
noch die Region um Schrobenhausen mit Pfaffenhofen, Ingolstadt und
Neunburg an der Donau. Dann kommt schon das unterfränkische
Maingebiet um Volkach, Kitzingen und Münsterschwarzach sowie
die Gegenden um Abendsberg in Niederbayern und Mittelfranken mit den
Regionen Nürnberg, Fürth und Erlangen. Jahrelang
musste sich bei diesem Vergleich die Oberpfalz verstecken. Jetzt kann
sie einigermaßen mithalten.
 |
| Der 'weiße König' streckt bereits den Kopf durch die Erddecke. (Bild: Götz) |
Das Problem in der Oberpfalz ist das raue Klima, der oft fehlende gute
Boden. "Wir haben das mit dem Abdecken durch Folien gelöst",
erklärt Helga Brunner. Dadurch würde der Nachteil mit
dem Klima ausgeglichen, zwar nicht hundertprozentig, aber so, dass auf
jeden Fall guter Spargel heranwachsen kann. Bei Neubau wächst
auch der angeblich besser schmeckende grüne Spargel.
Wie Helga Brunner erklärt, hat weißer Spargel mit
dunkel-violetten Köpfen nur kurze Zeit die Sonne gesehen. Sei
das ganze Gemüse grünlich-violett, ist es
über Tage gewachsen. Mit dem Licht tanke der Spargel auch
Aroma. Grünvioletter Stangenspargel schmecke, so die
Fachleute, deshalb kräftiger als rein weißer.
Weitere Spargelhöfe in der Oberpfalz, so Helga und Reinhard
Brunner, gäbe es in Schwandorf-Dachelhofen bei der Familie
Scharl, in Holzhammer beim Grafen von Strachwitz und in Oberhof.
 |
| Gute Beute. (Bild: Götz) |
Je frischer der Spargel auf den Tisch kommt, desto
besser schmeckt er. Mit ein paar einfachen Tipps kann die Frische
leicht getestet werden. "Wenn man den Daumennagel an der Schnittstelle
andrückt, muss der Spargel dort schön saftig sein."
Die Frische lässt sich laut Helga Brunner aber auch bestimmen,
wenn man mehrere Spargelstangen aneinander reibt.
"Wenn die Sprossen gerade erst geerntet wurden, müssen sie ein
bisserl quietschen!" Verfärbungen aber spielen bei der Frische
keine Rolle. Hierbei handelt es sich um den sogenannten Spargelrost,
ein natürlicher Pilzbefall. Dieser ist nur ein Hinweis, dass
das Gemüse nicht unerlaubt gewässert wurde.
Es ist kurz nach acht Uhr. Auf den Feldern bei Weiden machen die
Spargelstecher Pause von der mühseligen Arbeit, erholen sich
einige Stunden, bis es am Nachmittag wieder los geht: Tief
bücken, mit Zeige- und Mittelfinger die Erde
durchwühlen, mit der einen Hand eine Höhle ausgraben
und rasch stechen. Bis zum 24. Juni - Stange für Stange
für ein echter oberpfälzischer Genuss.
|
|
27.05.2004 | Netzcode: 10563585
Viel Handarbeit: Die Brunners bauen Spargel an
Weiden. (ja) Auf ein in dieser Region seltenes Feld begaben sich mehr als 50 Mitglieder der Jungbauernschaft und des Rings junger Landfrauen in Neubau. Die Gruppe besichtigte die Spargelfelder von Helga und Reinhard Brunner. Seit 1987 bauen sie Spargel an, die Inspiration hatte sich der Landwirt bei seiner Ausbildung im Frankenland geholt.
Die Pflanzen müssen tief genug eingesetzt werden, bevor man sie drei Jahre gewähren lässt, um sie dann innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre zu ernten. Auf dem Drei-Hektar-Feld sind 9000 Pflanzen eingebracht. Brunner selbst hat eine Wickelmaschine erfunden, mit der er die schwarz-weißen Folien auf die Dämme ausbringen kann. Der Spargel gedeihe auch in unserer Gegend gut - was er braucht, sei Wärme. Ertragsschwankungen bis zu 60 Prozent seien jedoch nicht verhindern. Zwischen April und 20. Juni wird geerntet - per Handarbeit.
Es folgt der schwierigste Teil: die Vermarktung. Der Oberpfälzer liebt die dickeren Stangen, die Edelgastronomie mehr die dünneren. Länger als zwei bis drei Tage darf der Spargel nicht im Kühlhaus lagern, sonst unterscheidet er sich nicht von der Importware der Discounter. Ein aufgegebenes Spargelfeld braucht zehn Jahre Brache, bis es wieder zum Spargelanbau verwendet werden kann.
|
|
14.04.2004 | Netzcode: 10543407
Weidener Spargel gedeiht unter schützender Decke
Weiden. (jbe)Auch wenn es draußen kalt
und nass ist: Der Weidener Spargel liegt gut unter seiner warmen Decke.
Mit schwarzen Folien sorgt Landwirt Reinhard Brunner für die richtige
Temperatur in der Erde: Bis zu 30 Grad warm ist es unter dieser
Schutzhaube vor Wind und Wetter. So hofft der Spargelbauer, bald zur
Ernte schreiten zu können.
Ob es im Moment stürmt oder
schneit, kann ihm dabei übrigens egal sein. "Wichtig ist nur, dass zum
Erntebeginn gutes Wetter herrscht." Das heißt wenig Regen und milde
Temperaturen, vor allem Nachts. "Etwa am 20. April dürfte endlich auch
bei uns die Spargelsaison losgehen", erklärt Brunner den Stichtag.
"Früher lässt sich der Spargel nur in Ausnahmeregionen ernten. Dazu
gehören wir allerdings nicht."
|
|
|
23.04.2003 | Netzcode: 10094663
Seit Ostermontag läuft die Ernte in Neubau
Weiden. (ps) Weiter südlich haben die wärmeren Temperaturen das edle Gemüse schon etwas früher sprießen lassen. Jetzt ist es auch in Weiden so weit: Am Ostermontag begann Landwirt Reinhard Brunner aus Neubau, der einzige Spargelbauer in der näheren Umgebung, mit der Ernte.
Seit 1989 betreibt der 40-Jährige dieses in der Oberpfalz nicht ganz
einfache Geschäft. "Wenn es 1995 nicht endlich besser geklappt hätte,
hätten wir wieder aufgehört", sagt Reinhard Brunner im Rückblick.
Damals hat er den Kniff mit dem Folienanbau endlich richtig
hinbekommen. "Ohne Folien geht bei uns einfach nichts. Da kriegt man
keine gute Qualität her, und die Kunden sollen ja zufrieden sein."
Inzwischen haben der Vollerwerbslandwirt und seine Frau Helga das
Geschäft gut im Griff. Drei bis vier Tonnen Ernte erhofft sich das Paar
in diesem Jahr. Allein könnten sie diese Mengen der beliebten
Leckerbissen natürlich nicht aus der Erde bringen. Deshalb helfen ihnen
derzeit drei Kräfte aus der Slowakei beim Spargelstechen. "Deutsche
Kräfte sind für diese Arbeit leider kaum zu bekommen", erklärt der
40-Jährige. Er verkauft die Ware vorwiegend ab Hof und an die
umliegenden Gaststätten. Beste Ware - also Spargel der Klasse I - ist
bei ihm für 8,50 Euro das Kilo zu haben. "Grünen Spargel gibt es erst
ab Ende Mai. Der muss ohne Folien wachsen, um seine Farbe zu bekommen,
und dafür sind die Nächte jetzt noch zu kühl."
|
|
05.05.2001 | Netzcode: 10009023
Ernte in Neubau: Familie Brunner sticht mit Saisonarbeitern den einzigen Weidener Spargel
Weiden. (kä) Die Sonne steht schon flach über dem Spargelfeld. Der Pickup-Laster der Familie Brunner biegt in den Weg ein. Von der Ladefläche hüpfen die Kinder Michael (7) und Johannes (5). Aus der Fahrerkabine steigen die Saisonarbeiter der Brunners, zwei Slowaken. Reinhard Brunner, Landwirt aus Neubau, und seine Frau Helga verteilen spitze Stechmesser und Maurerkellen. Der Erntetrupp macht sich an die Arbeit.
Ein Knochenjob. In der Abendsonne misst das Barometer noch über 25
Grad. Die Spargelstecher beugen sich über die gleichmäßigen Reihen aus
schwarzer Erde. Wo immer ein weißes Köpfchen aus dem Boden spitzt,
wiederholt sich die gleiche Prozedur: mit der Hand den Spross
freigraben, mit dem Stechmesser abschneiden, mit der Kelle die Erde
glätten. Die Körbe füllen sich langsam.
Sechs Stunden "buckeln"
Fünf bis sechs Stunden stehen die Brunners und ihre Helfer in der
Hochsaison auf dem Spargelfeld. "Nach 14 Tagen kann man sich nicht mehr
rühren", weiß Reinhard Brunner, "dann gewöhnt sich der Körper - und es
geht wieder." An seiner Seite kniet Junior Michael (7), der jüngste
Spargelstecher Weidens. Garantiert! In der Max-Reger-Stadt sind die
Brunners die einzigen Landwirte, die Spargel anbauen. Die Pflanzen
kauft die Familie in Abensberg. Und auch der Geschmack der weißen
Sprosse ähnelt dem des Gemüses aus Niederbayern. Anders als der
Fränkische etwa, der durch den reinen Sandboden dort etwas fader
schmecken soll.
16 Mark kostet das Kilo in Neubau: erste Wahl und erste Stärkeklasse.
Die Kunden danken es mit Treue: Vormittags gegen 9 Uhr und abends gegen
19 Uhr holen Käufer die frischen Stangen direkt am Hof ab. Zum
Vergleich: Schrobenhausener Spargel kostet momentan 38 Mark. Brunners
bleiben bei 16 Mark - die ganze Saison. "Der Preis muss gerechtfertigt
sein", betont Helga Brunner. Günstiger ist nicht drin: Jede Stange wird
einzeln aus der Erde geholt. "Man nimmt den Spargel drei Mal in die
Hand: beim Stechen, Waschen und Verkaufen."
Zwei Stunden, bis nach 19 Uhr, arbeitet sich die Truppe durch die
Reihen. Mit großem Eifer buddeln sich Michael und sein kleiner Bruder
Johannes (5) an die weißen Sprossen heran. Tochter Christina (10) wird
später beim Verkauf mithelfen. Bei Vater Reinhard und den
Saisonarbeitern geht das Stechen natürlich ruckzuck. Die Slowaken leben
in den sieben Wochen der Ernte im Bauernhaus der Brunners. Einheimische
Arbeitskräfte hat das Arbeitsamt nie vermitteln können. "Da bückt sich
doch kein Deutscher", sagt Reinhard Brunner.
Im Pickup geht die Fahrt zurück zum Hof. Die "Pause" dauert eine Nacht.
Länger erlaubt es das schnelle Wachstum des Spargels nicht: Am Tag
schießt die Sprosse bis zu fünf Zentimeter in die Höhe. Um 6 Uhr früh
werden die Spargelstecher wieder an den Erdwällen stehen. Genau dann,
wenn die Frühlingssonne die ersten warmen Strahlen schickt. :
"Veronika, der Lenz ist da, die ganze Welt ist wie verhext - Veronika,
der Spargel wächst..."
|
|
|
|